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Trello ist für viele der erste Schritt weg von Zetteln und Mails: Karten von links nach rechts schieben, fertig. Irgendwann reicht das nicht mehr. Die Gratis-Version ist auf zehn Personen pro Workspace begrenzt, Kalender und Zeitleiste gibt es erst im Tarif Premium, und bei vielen Projekten verliert man auf Boards schnell den Überblick, wer was bis wann erledigen muss. Hier sind fünf Alternativen, mit ihren Stärken und Grenzen, Stand Oktober 2026. Lyria ist unser eigenes Produkt, deshalb sagen wir auch offen, wann es nicht passt.
Wann sich der Wechsel von Trello lohnt
- Mehr als zehn Leute: Die Gratis-Version von Trello ist auf zehn Mitarbeitende pro Workspace begrenzt.
- Viele Projekte gleichzeitig: Jedes Board ist eine eigene Welt. Eine Übersicht „Was steht diese Woche für mich an, über alle Projekte?“ ist schwierig.
- Termine und Fristen: Kalender- und Zeitleistenansicht gibt es erst im Tarif Premium.
- Absprachen und Zeiten: Kommentare an Karten gehen, ein Team-Chat oder eine Zeiterfassung fehlen ohne Zusatz-Apps.
Wenn euer Team nur ein Board mit drei Spalten braucht und damit glücklich ist: Bleibt bei Trello. Ein Wechsel kostet immer Zeit.
Trello und die Alternativen im Überblick
| Tool | Stärke | Gratis-Version | Bezahlt ab |
|---|---|---|---|
| Trello | Einfachstes Kanban-Board | bis 10 Personen pro Workspace | 5 $ pro Person und Monat (jährlich) |
| Asana | Viele Ansichten, Automationen | Personal, für sehr kleine Teams | 10,99 $ pro Person und Monat (jährlich) |
| MeisterTask | Board wie Trello, Server in Frankfurt | bis 3 Projekte | 13,50 € pro Person und Monat |
| ClickUp | Sehr viele Funktionen | unbegrenzt viele Personen, 60 MB Speicher | bezahlte Tarife laut Anbieter ab etwa 7 bis 9 $ |
| Microsoft Planner | In Microsoft 365 enthalten | mit Microsoft 365 | im Microsoft-365-Abo |
| Lyria | Aufgaben, Termine, Chat und Zeiten an einem Ort | bis 3 aktive Projekte | Basic 5 € pro Person und Monat |
Preise laut Anbieterseiten, Stand Oktober 2026, ohne Gewähr. Dollarpreise zuzüglich Umsatzsteuer.
Asana
Asana ist der klassische nächste Schritt nach Trello. Neben dem Board gibt es Liste, Kalender und Zeitleiste, dazu Automationen und Berichte. Für kleine Teams ist Asana oft mehr als nötig, und die Preise liegen deutlich über Trello. Einen ausführlichen Vergleich findest du im Artikel Asana Alternativen.
Passt zu: Teams, die strukturierte Abläufe mit vielen Abhängigkeiten planen.
MeisterTask
MeisterTask fühlt sich für Trello-Nutzer sofort vertraut an, weil es ebenfalls auf Boards setzt. Die Server stehen laut Anbieter in einem Rechenzentrum in Frankfurt. Die Gratis-Version ist auf drei Projekte begrenzt, Integrationen gibt es erst ab Pro.
Passt zu: Teams, die beim Board bleiben wollen, aber Daten in Deutschland bevorzugen.
ClickUp
ClickUp kann fast alles: Aufgaben, Dokumente, Ziele, Whiteboards und Automationen. Die Gratis-Version erlaubt beliebig viele Personen, ist aber bei Speicher (60 MB), Automationen und Verlauf eng begrenzt. Die Fülle an Funktionen ist Stärke und Schwäche zugleich, viele kleine Teams nutzen nur einen Bruchteil.
Passt zu: Teams, die ein Tool für alles wollen und Zeit in die Einrichtung stecken.
Microsoft Planner
Wer Microsoft 365 nutzt, hat Planner meist schon. Es ist ein einfaches Board, eng verbunden mit Teams und Outlook. Für mehr als einfache Aufgabenlisten wird es schnell knapp.
Passt zu: Teams, die komplett in Microsoft 365 arbeiten und nur einfache Boards brauchen.
Lyria
Lyria ist anders gebaut als Trello: kein Board mit Karten, sondern Aufgaben mit Zuständigkeit, Frist und Projekt, dazu Kalender, Team-Chat, Notizen, Kunden und Zeiterfassung im selben Arbeitsbereich. Jede Person sieht auf einen Blick, was heute und diese Woche ansteht, über alle Projekte. Lyria läuft im Browser und als App für iPhone und Android, wird in Deutschland entwickelt und in Europa gehostet.
Ehrlich gesagt: Wer genau das Trello-Gefühl mit Karten in Spalten sucht, ist mit MeisterTask oder Trello selbst besser bedient. Lyria passt, wenn euch eher fehlt, dass Aufgaben, Termine, Absprachen und Zeiten zusammengehören.
Passt zu: kleinen Teams, Agenturen und Dienstleistern mit vielen parallelen Kundenprojekten.
Welche Trello-Alternative passt zu euch?
| Wenn ihr ... | dann schaut euch an |
|---|---|
| beim Kanban-Board bleiben wollt | MeisterTask |
| komplexe Abläufe mit Abhängigkeiten plant | Asana |
| ein Tool für wirklich alles wollt | ClickUp |
| sowieso in Microsoft 365 arbeitet | Microsoft Planner |
| Aufgaben, Termine, Chat und Zeiten zusammenbringen wollt | Lyria |
Worauf kleine Teams bei der Wahl eines Projektmanagement-Tools grundsätzlich achten sollten, mit Checkliste und Tool-Überblick, steht im Leitfaden Projektmanagement für kleine Teams.
Wechsel von Trello: so gehts ohne Chaos
- Boards exportieren: Trello bietet einen Export als JSON und in bezahlten Tarifen als CSV. Sichert ihn, bevor ihr etwas löscht.
- Aufräumen statt umziehen: Nehmt nur offene Karten mit. Erledigtes bleibt im Archiv.
- Mit einem Projekt starten: Ein Pilotprojekt zwei Wochen im neuen Tool, dann entscheiden.
- Regeln festlegen: Jede Aufgabe hat eine zuständige Person und eine Frist. Absprachen stehen an der Aufgabe, nicht im Chat nebenher.
- Altes Board schließen: Erst wenn alle im neuen Tool arbeiten. Zwei Systeme parallel sind das schnellste Rezept für Chaos.
Häufige Fragen
Was ist die beste kostenlose Trello-Alternative?
Gibt es eine Trello-Alternative aus Deutschland?
Hat Lyria ein Kanban-Board wie Trello?
Wie viele Personen können Trello kostenlos nutzen?
Hinweis: Angaben zu anderen Anbietern laut deren Webseiten, Stand Oktober 2026, ohne Gewähr.


